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Craniosacrale Therapie - Selbstheilungskräfte aktivieren

Die Craniosacrale Therapie ist eine Behandlungsform, die durch sanfte Berührung von Körperstrukturen die Selbstregulationsmechanismen des Körpers anregt.

Cranio kommt aus dem lateinischen cranium (Schädel) und sacral aus sacrum (Kreuzbein) – Schädel-Kreuzbein-Therapie und alle dazwischenliegenden verbundenen Strukturen, Wirbelsäule, Muskeln, Faszien, Bindegewebe.

Die Craniosacrale Therapie hat sich aus der Osteopathie entwickelt und arbeitet mit den natürlichen Bewegungsrhythmen des Körpers. Dr. William Garner Sutherland, der Entdecker der cranialen Osteopathie nannte diesen Rhythmus „Atem des Lebens“. Der Atem des Lebens ist Gesundheit in seiner reinsten Form, die Ursprungsmatrix, an der sich alles Lebendige orientiert. Diese Rhythmen können am knöchernen Schädel, den Hirnhäuten, der Wirbelsäule, dem Kreuzbein und dem Liquor (Gehirnflüssigkeit) erspürt werden. Dieser Rhythmus ist der erste in der embryonalen Entwicklung und der letzte, der nach dem Tod noch spürbar ist.

Die Grundprinzipien der Craniosacralen Therapie und Osteopathie sind:

  • Der Körper besitzt Selbstheilungskräfte und hat stets die Tendenz sich selbst zu regulieren.
  • Der Mensch wird als Einheit betrachtet als physischer, mentaler, emotionaler und spiritueller Körper. Wenn ein Mensch permanent Sorgen und Stress hat, kann sich das auch durch Schmerzen im physischen Körper ausdrücken.
  • Struktur (Knochen, Muskeln, Faszien, Organe, Nerven, Körperflüssigkeiten) und Funktion (Aktionen bestimmter Körperteile untereinander) stehen in enger wechselseitiger Beziehung. Durch die Arbeit an der Struktur kann die Funktion beeinflusst werden.
  • Beweglichkeit bedeutet Lebendigkeit

Unterschieden werden das biomechanische und biodynamische Modell. Das biomechanische Modell der Craniosacralen Therapie bezieht sich auf aktive Techniken zur Einwirkung auf Strukturen. Das biodynamische Modell orientiert sich am Atem des Lebens, gibt dem Körper Raum sich in seinen selbstorganisatorischen Rhythmen neu zu regulieren durch feines eingestimmtes Erspüren des Rhythmus und Setzen von ganz sanften Impulsen oder durch Beobachten und Nichteingreifen (stille Heilraum).

Ablauf einer Craniosacralen Behandlung

Nach einem kurzen Vorgespräch findet die Craniosacrale Behandlung in bequemer Kleidung im Liegen statt. Ich nehme Kontakt auf mit den wichtigsten Strukturen von Kopf bis Fuß und lausche wo es Dysbalancen und Blockaden gibt und wo der Körper „einsteigt“, wo er selbst sich gerade neu organisieren möchte. Dort gebe ich dem Körper Raum und sanfte Einladungen / Impulse.

Es können auch emotionale Themen wie Trauer, Wut und Ängste auftauchen. Das liegt daran, dass unser Zellgedächtnis und Nervensystem alle Erfahrungen speichern. Wenn der Körper die Gelegenheit ergreift, diese Themen im Rahmen eines Heilraums loszulassen, ist das völlig in Ordnung. Dies erfordert dann manchmal auch eine verbale Begleitung.

Die Craniosacrale Therapie hat sich bei vielen Krankheiten und Symptomen bewährt:

  • Schmerzustände der Muskeln, Gelenke und Wirbelsäule
  • Migräne und Kopfschmerzen
  • Kiefergelenk-Syndrom
  • Tinnitus
  • Psychosomatischen Beschwerden
  • Stress, Burnout, Erschöpfung
  • Verdauungsbeschwerden
  • Körperliche und seelische Trauma

Zudem kann die Craniosacrale Therapie genutzt werden für

  • Persönliche Entwicklungsarbeit
  • Entspannung und Regeneration

Eine Session dauert eine bis anderthalb Stunden.